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Mythos

Der Griechische Mythos zu Asclepion
 

Foto: Dr. C. Rasmussen, www.HolyLandPhotos.org
Der Name ASCLEPIA leitet sich ab von Asklepion, bzw. dem lateinischen Aesculapius – dem Gott des Heilens. Sein schlangenumwundener Stab ist seit 2500 Jahren Symbol für alle, die mit Heilen zu tun haben - maßgeblich der Ärzte und Apotheker. Er soll eine besondere Beziehung zu Schlangen gehabt haben.

Asklepion war ein Sohn Apollons, des Gottes des Guten, Schönen, der Musik und der Dichtung, der Orakel und Weissagung, des Lichtes aber auch der Heilkunst. Mutter des Asklepion war die Königstochter Koronis, die aber bereits in der Schwangerschaft untreu wurde und deshalb von Artemis, der Schwester Apollons, in dessen eifersüchtigem Auftrag getötet wurde. Als er sie jedoch tot vor sich sah, empfand er Reue, rettete wenigstens das Kind per Kaiserschnitt und wies Hermes, den Götterboten an, Asklepion zu Chiron, dem heilkundigen Zentauren, zu bringen. Dieser – halb Mensch, halb Pferd – wies den gelehrigen Asklepion in die Heilkunde ein, so dass er bald ein sehr berühmter und erfolgreicher Arzt wurde. Noch heute wird er verehrt und zusammen mit seinem Vater Apollon und seinen Töchtern Panakea (Allheilerin) und Hygieia (Gesundheit) im Hippokrates-Eid der Ärzte angerufen.

Asklepion war aller medizinischer Disziplinen mächtig und konnte der Sage nach sogar Tote erwecken. Diese Fähigkeit soll er durch das Blut der Medusa erhalten haben, welches ihm die Göttin Athene zukommen ließ. Das Blut bzw. der Anblick der schlangenhaarigen Medusa selbst konnte Menschen auf der Stelle töten oder sie genesen lassen – dies entspricht gewissermaßen dem homöopathischen Gesetz der Ähnlichkeit: die Substanz, die etwas verursachen kann, kann es auch heilen! Aber Asklepion überschritt seine Kompetenz und wandte das Blut, das Tod und Leben in sich barg, an Toten an und erweckte sie zum Leben. So zog er sich den Zorn des Hades, des Gottes der Unterwelt, zu. Dieser beschwerte sich bei seinem Halbbruder Zeus, dass er fürchte, er habe bald keinen Machtbereich mehr. Daraufhin schleuderte Zeus den Blitz der Zyklopen auf Asklepion und tötete ihn. Apollon rächte nun seinerseits seinen Sohn, indem er die Zyklopen tötete, Asklepion als Gott des Heilens unsterblich machte und ihn als Sternenbild des "Schlangenträgers" verewigte.

Die Geschichte mahnt, dass kein Heilkundiger Leben erschaffen kann oder darf; wir sollen an der Seite der Patienten stehen - von Geburt an und in schwierigen Zeiten ihres Lebens. Im Sterben jedoch sollen wir ein sanfter Begleiter sein.